Neues aus Kriftel

Kriftel, im Dezember 2016

Liebe KollegInnen und Kollegen,

hier gibt es einen chronologischen Überblick über alle Seminar- und Supervisionsangebote („Die Seminare im Überblick“). Danach gibt es zusätzliche Erläuterungen („Nähere Informationen zu den Seminarangeboten“). Und am Schluss schreibe ich noch ein paar Zeilen zu mir.

Die Seminare im Überblick:

Mittwoch 25. Jan.      Supervisionstag

20. – 21. Januar: Ortwin Meiss: Schuld, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen

27. – 28. Januar         Ulrich Freund: Wirkfaktor Grimm – Märchen in Beratung und Psychotherapie

27. – 29. Januar         Kompakteinführung Erickson´sche Ansätze der Hypnose und Psychotherapie (B1) – die Kompakteinführung am 3. – 5. Februar ist ausgebucht

Ab 17. – 18. März       finden die Seminare B2 – B8 des Curriculums „Klinische Hypnose MEG“ statt (Termine in der ausführlichen Beschreibung im Anhang)

17. – 18. Februar        Manfred Prior: Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust… Arbeitstechniken zum Umgang mit Ambivalenzen in Beratung und Therapie und: Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist die Lösungssicht

10. – 11. März             Martin Rudersdorf: Gelingende Paartherapie, konstruktiver Umgang mit Affären und die Moderation von guten Trennungen

5. – 6. Mai                    Manfred Prior: MiniMax-Interventionen live und die optimale Vorbereitung von Beratung und Therapie – erfolgversprechende Weichenstellungen für die entscheidenden ersten Sitzungen

2. – 3. Juni                    Frauke Niehues: Emotionszentrierte Arbeit: kreativ und individuell – strukturiert und effektiv

30. Juni – 01. Juli   Sabine Fruth: Imaginäre Körperreisen

25. – 26. August          Dorothea Thomassen: Hypnotherapie-Refresher für Wiedereinsteiger und Beharrliche

24. – 25. November    Ortwin Meiss: Hypnotherapeutische Ansätze bei Depressionen und Burnout

In all diesen Seminaren sind derzeit noch Plätze frei. Grundsätzlich empfiehlt es sich, sich anzumelden, sobald man weiß, dass man teilnehmen will.

Die ausführlichenBeschreibungen der themenorientierten Einzelseminare finden hier:

Die Seminare des Curriculums „Klinische Hypnose MEG“ sind finden Sie hier:

Nähere Informationen zu den Seminarangeboten:

Supervisionstage am 18. (ausgebucht) und 25. Januar
Die Supervisionstage sind nach meiner Einschätzung die effektivste Form der Fortbildung, da sie einem für die aktuellen Fälle konkrete Strategien vermitteln, die man beim nächsten Kontakt mit dem Patienten umsetzen kann. Oft gelingt es, aus der Fallbesprechung eine Trainingseinheit abzuleiten, mit der man die für den Fall sinnvollen Strategien in Kleingruppen ausprobieren kann. Da man nach meiner Erfahrung aus den richtig gut gelaufenen Fällen mindestens genauso viel lernen kann, wie aus denen, bei denen es „hakt“, analysieren wir an jedem Supervisionstag auch mitgebrachte Fälle, die optimal gelaufen sind. Da man von den unterschiedlichen  Fallbesprechungen (in der Regel sind es pro Supervisionstag 8 – 12) der KollegInnen so viel profitieren kann, braucht nicht jeder einen Fall mitbringen, der sich zu einem Supervisionstag anmeldet. Auch Vorkenntnisse in Hypnosetherapie sind nicht erforderlich.

Ortwin Meiss: Schuld, Schuldgefühle und schlechtes Gewissen
20. – 21. Januar
Ortwin vermittelt in seinen Seminaren auf humorvolle und unterhaltsame Art und Weise sofort umsetzbare Konzepte und Handwerkszeug. Die Teilnahme an einem seiner Seminare ist immer eine gut investierte Zeit. Nach diesem Seminar wird man mit den Schuldthemen der Patienten leichter und lieber arbeiten.

Ulrich Freund: Wirkfaktor Grimm – Märchen in Beratung und Therapie
27. – 28. Januar
Es freut mich sehr, dass Ulrich zusammen mit seiner Frau Reinhilde nach wie vor dieses Seminar macht und damit einen kleinen Kreis von ca. 12 Teilnehmern an seiner und Reinhildes Märchenbegeisterung teilhaben lässt. Die Teilnehmer berichten in der Regel von „märchenhafte Auszeit“ „reich mit Geschichten sowie mit Ulrichs und Reinhildes Engagement beschenkt“ etc. Da das Seminar in Ulrichs legendärer Privatbibliothek in Bad Orb stattfindet, kann es zeitgleich mit der Kompakteinführung (B1) stattfinden. „Wirkfaktor Grimm“ ist kein preussisch-didaktisch durchkomponiertes Trainingsseminar mit manualartigen Rezepten – eher ein an Geschichten überbordendes Gesamtkunstwerk.

„Kompakteinführung in Erickson’sche Ansätze der Hypnose und Psychotherapie“ (B1)
27. – 30. Januar
(die Kompakteinführung Anfang Februar ist ausgebucht).
In der Kompakteinführung bekommt man eine klare Vorstellung von dem, was Hypnose und Trance ist. Man erfährt, wie man veränderte Bewusstseinszustände fördern und wie man Trance psychotherapeutisch einsetzen kann. Nach diesem Seminar wird man klare Konzepte haben, die es einem ermöglichen, von jeglichem Hypnotherapie-Seminar viel mehr zu profitieren. In den anschließenden Seminaren B2 – B8 des Curriculums Klinische Hypnose sind derzeit noch 4 Plätze frei.

Manfred Prior: Zwei Seelen wohnen ach! in meiner Brust… Arbeitstechniken zum Umgang mit Ambivalenzen in Beratung und Therapie und: Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist die Lösungssicht
17. – 18. Februar
In den letzten 12 Monaten konnte ich die Arbeitstechniken zum Umgang mit den ja in fast jedem Therapiegespräch auftauchenden Ambivalenzen noch mehr auf das Wesentliche konzentrieren. Das visualisierende Verstehen von komplexen Ausgangssituationen wird von einigen Kollegen mittlerweile als „PPKS-Methode“ (PPKS leitet sich von dem „Punkt, Punkt, Komma, Strich… des Titels ab) bezeichnet. Sie ist eine therapeutische Strategie, die das Verstehen der Ausgangssituation, die Intensität der Beziehung zum Klienten und die therapeutische Wirksamkeit auf eine höhere Ebene hebt. Man kann das Vorgehen in einem Tag gut lernen. Es ist das effektivste, was ich an Psychotherapie-Fortbildung im Programm habe. Wenn mich mit diesem Thema jemand nach auswärts lockt, bin ich sehr verführbar.

Martin Rudersdorf: Gelingende Paartherapie, konstruktiver Umgang mit Affären und die Moderation von guten Trennungen
10. – 11. März
Martin hat Teile dieses Workshops auf den Jahrestagungen der MEG in Bad Kissingen vorgestellt. Es war eine geballte Ladung von unmittelbar einleuchtenden Vorgehensweisen, die Martin aus der Praxis und für die Praxis der Arbeit mit Paaren entwickelt hat. Mich hat das so begeistert, dass ich ihn bat, diesen Workshop in Kriftel anzubieten. Dieser Workshop war durch die vielen Workshopteilnehmer aus Bad Kissingen schnell ausgebucht. Er fand im September diesen Jahres statt und das Feedback war wie erwartet wieder so positiv wie in Bad Kissingen. Gut, dass Martin diesen Workshop in einer noch weiter verbesserten Form im März wieder bei uns machen wird.

Manfred Prior: MiniMax-Interventionen live und die optimale Vorbereitung von Beratung und Therapie – erfolgversprechende Weichenstellungen für die entscheidenden ersten Sitzungen
5. – 6. Mai
In diesem Workshop konzentriere ich mich auf das, was man durch das Lesen der beiden Bücher zu diesen Themen nur schwer lernen kann. In vielem gehe ich weit darüber hinaus. Im Mittelpunkt steht die praktische Vermittlung von kommunikativen Tools. Deshalb muss man auch die Bücher nicht gelesen haben, wenn man durch die Teilnahme an diesem Workshop profitieren will.

Frauke Niehues: Emotionszentrierte Arbeit: kreativ und individuell – strukturiert und effektiv
2. – 3. Juni
Frauke Niehues hat sich in aller Ruhe für ihre Workshops überall einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Die im Workshoptitel enthaltenen Beschreibungen ihrer Art der emotionszentrierten Arbeit könnte man auch gut zur Beschreibung von Frauke als Person verwenden: kreativ und individuell – strukturiert und effektiv. Die Rückmeldungen zu ihrem Workshop, den sie hier in Kriftel gemacht hat, reichten von „das beste Seminar seit langem“ bis zu „ich bin begeistert – das werde ich sofort umsetzen“. Und auch wegen der Teilnehmer, die keinen Platz mehr bekommen konnten, war es klar, dass wir diesen Workshop wieder anbieten wollen.

Sabine Fruth: Imaginäre Körperreisen
30. Juni – 01. Juli
Mit ihren „Imaginären Körperreisen“ hat Sabine Fruth ein gut zu lernendes Konzept entwickelt, das sich verständlicherweise einer großen Beliebtheit bei PsychotherapeutInnen und Beratern erfreut. Wegen der langen Warteliste beim letzten Seminar im Juli 2016 sind leider wieder nur noch sehr wenige Teilnehmerplätze zu vergeben.

Dorothea Thomassen: Hypnotherapie-Refresher für Wiedereinsteiger und Beharrliche
25. – 26. August
Immer wieder war ich gebeten worden, ein Refresher-Seminar für die KollegInnen zu veranstalten, die das auffrischen wollen, was sie im Curriculum „Klinische Hypnose MEG“ gelernt haben. Mit Dorothea Thomassen konnte ich dafür eine von mir außerordentlich geschätzte Kollegin gewinnen, die mit ihren Seminaren wegen ihrer Klarheit und Praktikabilität bei unseren Teilnehmern äußerst beliebt ist. Wegen des intensiven Trainingscharakters ist die Teilnehmeranzahl auf 20 Teilnehmer beschränkt.

Ortwin Meiss: Hypnotherapeutische Ansätze bei Depressionen und Burnout
24. – 25. November
Ortwins Buch zu diesem Thema war schnell vergriffen und liegt nun in einer überarbeiteten zweiten Auflage vor. In Kriftel gibt es nun zum wiederholten Mal den Workshop dazu. Ortwin lebt auch in seinen Seminaren die Philosophie, dass Humor ein natürlicher Wirkstoff gegen Depressivität ist.

Die ausführlichen Beschreibungen der themenorientierten Einzelseminare finden Sie hier:

Und nun noch ein bisschen zu mir:

Ich habe ja immer bedauert, dass ich durch meine Fortbildungstätigkeit nicht in dem Maße Termine für Beratung, Therapie und Coaching machen konnte, wie ich das gerne wollte. Deswegen hatte ich vor einiger Zeit meine externen Seminartermine erheblich reduziert. Die Folgen sind erfreulich:

  •  Ich konnte mehr Termine in Kriftel machen. Was mir meine Klienten/Kunden über ihre Welt berichten finde ich äußerst spannend und interessant (was ich in Seminaren erzähle, habe ich hingegen meist schon mal von mir gehört). Und was wir in diesen sehr fokussierten Sitzungen dann entwickeln, ist meist in vielerlei Hinsicht wirklich sehr bewegend und befriedigend.
    Es gab hier noch einen unerwarteten Nebeneffekt. Ich bin/war noch immer ein bisschen in der Kultur verwurzelt, die besagt, dass die Intensität der Zusammenarbeit durch jahrelang gewachsene Prozesse steigt. Diese Erfahrung habe ich durchaus gemacht. In der letzten Zeit mache ich aber auch immer wieder die gegenläufige Erfahrung: in Einmalberatungen von 1,5 Zeitstunden oder in Beratungen, die auf max. 3 –  5 Termine beschränkt sind, entsteht eine Intensität und Konzentration, in der sich Leben an Wendepunkten extrem verdichtet und nachfolgend sehr weitreichende gute Weichenstellungen vorgenommen werden.
  • Ich konnte im Krifteler Curriculum „Klinische Hypnose MEG“ vor fast jedem B-Seminar am Freitag von 10 – 13 Uhr eine „Praxisintegration“ anbieten, in der wir die Fragen und Unsicherheiten klären und auflösen konnten, die durch das Ausprobieren des in den Seminaren Gelernten in der Praxis entstanden sind. Das führte zu einer wachsenden Sicherheit im Ausprobieren und Integrieren der neuen Strategien. Die Folge davon wiederum war, dass die KollegInnen ihr therapeutisches Repertoire schrittweise immer mehr in einem Ausmaß erweiterten, wie das zuvor nicht möglich war. Dadurch erreichten die aufeinander aufbauenden Seminare des Curriculums eine Effektivität, die ich zuvor nicht für möglich gehalten hatte. So sehe ich mit großer Vorfreude dem im Januar/Februar beginnenden neuen Curriculum entgegen. Denn auch 2017 werde ich wieder vor fast jedem B-Seminar eine dreistündige Praxisintegration anbieten können.
  • Ich konnte das reiche Konzertangebot im Bereich Jazz und Klassik ausgiebig nutzen und entdeckte, dass auch Opern faszinierende, dramatische Klang- und Bilderwelten bieten können. Außerdem habe ich es genossen, viel Zeit und Energie in Heubach zu lassen, dem Odenwälder Klettergarten des DAV Darmstadt-Dieburg. Und nicht zuletzt war es schön, dass ich in diesem Jahr an allen Familienfeiern, Geburtstagen, Hochzeiten und auch an einer Beerdigung problemlos mit dabei sein konnte.

Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese ausführliche Mail bis hier hin zu lesen.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Navigieren in und zwischen Weihnachtsfeiern, Geschenke suchen und dem, was in der Vorweihnachtszeit noch so alles ansteht.

Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches Jahr 2017 – ich würde mich freuen, Sie hier bei einer Veranstaltung begrüßen zu dürfen

Herzliche Grüße aus Kriftel
Manfred Prior

PS: Wie immer freue ich mich, wenn diese Mail auch evtl. interessierte KollegInnen erreicht, die noch nicht in unserem Verteiler sind. Wem könnten Sie diese Mail weiterleiten?