Einzelseminare (C-Seminare)

Übersicht der Einzelseminare

An den folgenden themenorientierten Einzelseminaren (sog. C-Seminaren) kann man auch ohne Vorkenntnisse in Erickson’schen Ansätzen teilnehmen.
Da in den letzten Jahren die Seminare immer ausgebucht waren, empfehlen wir eine rechtzeitige Anmeldung.
Man kann sich auch zu Seminaren mit dem Vermerk Warteliste anmelden. Man wird dann informiert, sobald ein Platz frei wird und kann dann den Platz annehmen oder nicht. Außerdem wird man dann bevorzugt informiert, sobald dieses Seminar erneut angeboten wird.
Alle Seminare sind fortbildungszertifiziert: Man bekommt pro Seminar 17 Fortbildungspunkte.
Häufig gestellte Fragen (sog. FAQs – frequently asked questions) zu den Seminaren der MEG-Frankfurt.


Gisela Perren-Klingler: Hypnotherapeutische Strategien gegen die Folgen von belastenden Erfahrungen (akute und alte Traumata) Warteliste
7. – 8. September 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr
(270,– € für MEG-Mitglieder, 290,– € für Nicht-Mitglieder)
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Frauke Niehues: Weil ich es mir wert bin! Effektive Strategien zur Erhöhung von Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz
28. – 29. September 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr
(270,– € für MEG-Mitglieder, 290,– € für Nicht-Mitglieder)
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Ortwin Meiss: Scham und Peinlichkeit
2. – 3. November 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr
(270,– € für MEG-Mitglieder, 290,– € für Nicht-Mitglieder)
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Seminarbeschreibungen


Gisela Perren-Klingler: Hypnotherapeutische Strategien gegen die Folgen von belastenden Erfahrungen (akute und alte Traumata) Warteliste
7. – 8. September 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr

Ein Gewaltereignis provoziert immer eine dementsprechende Trance, um das optimal Überleben zu ermöglichen. Das Problem ist, dass diese Trance nachher nicht mehr verlassen werden kann und die Menschen weiter belastet mit Reaktionen, die im Zusammenhang mit dem Erlebnis stehen. Wenn man traumatischen Erfahrungen ausgesetzt war, gilt es deswegen zunächst mal einen Weg aus dieser oft weiter anhaltenden traumabedingten Trance zu finden, also eine „Detrance“ zu machen oder eine „Trance-Exduktion“ (G. Schmidt).

Im Workshop werden einfache und wirkungsvolle Techniken vermittelt, die Menschen durch den präzisen Einsatz von hypnotischer Sprache und hypnotisch evozierten Bildern helfen, in eine Überlebens- und dann Alltagstrance zurückzufinden. Damit können sie dann sogar am Geschehenen wachsen und dem Ganzen zu einem Sinn verhelfen.

Auf der Basis praxisrelevanter Theorien (Neurobiologische Basis von Erinnerungen und Flashbacks, übermäßiger Stress und seine Folgestörungen, die Rolle des autonomen Nervensystems in der Verarbeitung belastender Ereignisse, Ansätze der Polyvagaltheorie, Salutogenese) werden konzentriert die wesentlichen Techniken vermittelt, die Therapeuten dazu befähigen, Traumafolgestörungen zu reduzieren:

  • Unterscheidung zwischen und Beherrschung von kognitiver (Facts) und emotionaler Sprache
  • körperliches Erarbeiten von traumatischen Gefühlen und dahinter liegendem Wert
  • Beruhigung der Übererregung durch eine bestimmte Atemtechnik und Atemübung
  • Psychoedukation
  • Desaktivierung (Desensibilisierung) von visuellen Flashbacks.

Der Workshop konzentriert sich auf die konzentrierte Vermittlung der Essentials dessen, was man therapeutisch nach Traumata machen kann.

Am Mittwoch, den 26. September 2018 von 18:00 – 21:00 Uhr wird zu diesem Seminar von Manfred Prior eine Praxisintegration (35,- €) angeboten.

Über Gisela Perren-Klingler:
Nach dem Studium der Medizin seit 1978 niedergelassen in psychiatrischer Praxis in Visp mit Schwerpunkt Traumatherapie; 1992 Gründung des Institutes Psychotrauma Schweiz; Ausbildung von Traumatherapeuten und Traumaersthelfern (Polizisten, Feuerwehrleuten, Krankenschwestern etc.) in ca. 25 Ländern (Südamerika, Afrika, Asien, Europa), parallel dazu vielfältige, z. T. leitende politische Arbeit in Organisationen, die die Folgen von Krieg, Gewalt, Folter und Verletzungen der Menschenrechte eingrenzen; zahlreiche Buchveröffentlichungen. www.institut-psychotrauma.ch
Manfred Prior über Gisela Perren-Klinglers Workshop in Bad Kissingen 2017:
„Ein absolutes Highlight war für mich der Workshop von/mit Dr. med. Gisela Perren-Klingler. Durch ihre umfangreiche Ausbildertätigkeit in den unterschiedlichsten Kulturen hat sie gelernt auf das Wesentliche zu achten und in kürzester Zeit präzise zu vermitteln, was man mit Menschen Sinnvolles machen kann, die schwere Traumata erlebt haben. Sie hat das Wesentliche der Traumatherapie und die therapeutischen Techniken so konzentriert auf den Punkt gebracht, wie ich das noch nie zuvor erlebt habe. Obwohl mir Traumatherapie wirklich nicht fremd ist, habe ich viel Nützliches gelernt und wichtige Details sind anders, besser klar geworden. Von Giselas jugendlichem Engagement wird man mitgerissen, ihre große lebenslange (angeblich hat sie das deutsche Pensionsalter schon erreicht) und weltweite Erfahrung mit allen Formen von Traumata erdet und das, was sie sagt und tut ist unmittelbar einleuchtend und aufs Wesentliche fokussiert.“

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Frauke Niehues: Weil ich es mir wert bin! Effektive Strategien zur Erhöhung von Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz
28. – 29. September 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr

Die Erhöhung des Selbstwerts ist ein Hauptanliegen vieler Klienten und hat großen Einfluss auf den gesamten Therapieerfolg. In der Therapie hat man es oft mit dem Problem zu tun, dass der Therapeut viele Ressourcen bei dem Klienten wahrnimmt, während der Klient darauf beharrt, dass er nichts wert sei und gar nichts hinbekäme. Immer wieder bekommt man auch geschildert: „Vom Kopf her weiß ich, dass ich etwas wert bin, aber ich kann es nicht fühlen“.

Oft macht man auch die Erfahrung, dass Klienten gestärkt aus einer Sitzung gehen, in der anschließenden Sitzung aber berichten, dass diese Stärkung nicht angehalten habe.

Im Seminar werden Wissen und vielfältige Vorgehensweisen vermittelt, die den Selbstwert fühlbar und nachhaltig bessern und die Klienten dauerhaft und umfassend stärken.

Unter anderem:

  • Das Wissen um Faktoren, die das Selbstwertgefühl beeinflussen und deren Dynamik
  • Der systemische Kontext des Selbstwertgefühls: Identifikation von „Selbstwertbremsen“ im System und konstruktiver Umgang damit, dass es oft wichtige Menschen im Leben des Klienten gibt, die den Selbstwert des Klienten kontinuierlich schwächen
  • Strategien und Methoden, die fördern, dass der Klient nicht nur „vom Kopf her“ weiß, was er wert ist und welche Fähigkeiten er hat, sondern dies auch fühlen und integrieren kann: z.B. Impacttechniken, Metaphern und Geschichten, Posthypnotische Suggestionen, Trancen und, und, und ….

Alle Techniken werden so erläutert, demonstriert und geübt, dass man sie an sich selbst und am eigenen Selbstwerterleben auf ihre Wirksamkeit hin überprüfen kann.

Am Mittwoch, den 24. Oktober 2018 von 18:00 – 21:00 Uhr wird zu diesem Seminar von Frauke Niehues eine Praxisintegration (35,- €) angeboten.

Über Frauke Niehues:
Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis, Sie ist zertifizierte Trainerin emotionaler Kompetenzen und TEK-Trainer-Trainerin, Dozentin an der Universität Frankfurt, leitet Fortbildungsseminare und ist Referentin auf Kongressen. Inhaberin der Firma „Kompass – Personal- und Organisationsentwicklung“. Zusammen mit Prof. Berking entwickelt sie aktuell das Training emotionaler Kompetenzen für Führungskräfte weiter.

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Ortwin Meiss: Scham und Peinlichkeit
2. – 3. November 2018, Freitag 14:00 – 20:30 Uhr, Samstag 9:00 – 17:00 Uhr

Schamgefühle und Gefühle der Peinlichkeit können Menschen extrem behindern und permanenten Stress auslösen. Sie stehen in Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Störungen, wie Leistungs- und Präsentationsängsten, Phobien, Depressionen, sexuellen Störungen, und wirken als Auslöser für psychotische Reaktionen. Aus Angst beschämt zu werden, vermeiden viele Menschen Situationen, in denen sie exponiert der Beobachtung anderer ausgesetzt sind und peinlich werden könnten, und bleiben so unter ihren Möglichkeiten. Schamgefühle treten aber nicht nur in öffentlichen Situationen auf, sie wirken auch im Verborgenen und können für den Betroffenen außerordentlich quälend sein. Psychoanalytische Theorien zu diesem Thema berücksichtigen zu wenig die sozialen Komponenten der Scham und liefern nur wenige konkrete Ansatzpunkte zur Therapie der Schamgefühle.

In diesem Workshop werden hypnotherapeutische und systemische Strategien und Methoden für die Arbeit mit Scham- und Peinlichkeitsgefühlen vorgestellt und demonstriert.

Inhalte werden u.a. sein:

  • Biologische Grundlagen des Schamgefühls
  • Scham und der Blick durch die Augen der anderen
  • Soziale Ängste Präsentations- und Leistungsprobleme
  • Probleme mit Genuss durch Schamgefühle
  • Verschiedene Schamabwehrstrategien
  • Schwellenängste und Bindung an die soziale Gruppe
  • Scham und Status / soziologische Dimensionen der Scham
  • Ehre, Würde, Dregradierung und Ausgrenzugen
  • Schamlosigkeit und Unverschämtheiten
  • Coming-Ins und Coming-Outs
  • Spezielle Übungen zur Überwindung von Scham- und Peinlichkeitsgefühlen
  • Verteidigung der Intimgrenzen / Welchsel in den Angriffsmodus
  • Die Arbeit mit inneren Mentoren und die Veränderung innerer Dementoren
  • Umdeutungen und Nutzung veränderter Perspektiven über die Bildung neuer Zugehörigkeiten
  • Spezifische Metaphern und Geschichten zum Thema.

Über Ortwin Meiss:
Ortwin Meiss leitet das Milton Erickson Institut Hamburg. Er ist Ausbilderder Milton Erickson Gesellschaft. Er arbeitet in freier Praxis als Therapeut, Berater, Coach und Supervisor. Veröffentlichungen in psychotherapeutischen Fachzeitschriften und Büchern.

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